KULTURLANDSCHAFT
- Oliver Wehrli

- vor 20 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Über das Vertraute, den Nebel und die unmittelbare Umgebung

Nicht jede fotografische Arbeit beginnt mit einer Reise. Vielfach liegt ihr Ausgangspunkt unmittelbar vor der eigenen Haustür. Die Fotografien aus Kulturlandschaft entstehen bewusst in meinem unmittelbaren Lebensraum. Es sind Landschaften und Orte, die mir vertraut sind: Wiesen, Bäume, Wälder und Gewässer, aber ebenso Wege, Stromleitungen, Brücken und andere Spuren menschlicher Nutzung. Eine Landschaft, die uns täglich umgibt und gerade deshalb leicht übersehen wird.
In einem Teil der Arbeiten wird der Nebel zu einem prägenden Element. Er nimmt der Landschaft ihre Eindeutigkeit, lässt Hintergründe verschwinden und reduziert den sichtbaren Raum. Formen treten hervor, anderes löst sich auf. Gewöhnliche Orte verlieren für einen Moment ihre Selbstverständlichkeit.
Auch die Entscheidung für Schwarzweiss folgt dieser Reduktion. Farbe tritt zurück, während Licht, Struktur, Fläche und Tonwerte stärker in den Vordergrund rücken. Mich interessiert dabei weniger die dokumentarische Beschreibung eines bestimmten Ortes als die Wahrnehmung, die durch diese Reduktion entsteht.
Kulturlandschaft ist eine fortlaufende Auseinandersetzung mit dem Vertrauten und mit der Frage, wie sich unser Blick auf eine Landschaft verändert, wenn wir ihr bewusst Zeit und Aufmerksamkeit schenken.
Eine Auswahl aus der fortlaufenden Arbeit:
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